Die Sterne im Herzen – oder das fühlende Auge im Gleis 21

Gleis 21. Erst im Herbst aus der Idee zu bespielten Brettern geworden, ist der neue Bühnenbegegnungsort ein erfrischender Impuls im sich stets kreierenden Sonnwendviertel. Nächst dem Wiener Hauptbahnhof, wo Zug um Zug wie beispielhaft Gedanken auf unterschiedlichste Weise und in unterschiedlichste Richtungen auf Reisen gehen. So hier im Kulturraum. Wie wir.

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Amélie Sophie Persché und Rita Hatzmann Luksch | „Der Kleine Prinz“, Gleis 21 | Bild: Klaus Oberrauner

»Die großen Leute sind sehr seltsam, sagt sich der Kleine Prinz auf seiner Reise.« (Rita Hatzmann-Luksch nach Antoine de Saint-Expuéry’s „Le petit prince“) 

Das Ensemble 21 – Schauspielerin Rita Hatzmann-Luksch, Musiker & Grammy-Gewinner Georg Luksch und Bratschistin Amélie Sophie Persché – nehmen uns mit auf die Reise eines jeden Junggebliebenen, der die Freude am Neuen noch nicht verloren hat und in den zwischenweslichen Begegnungen tiefste Bereicherungen findet. Auf die Reise des Kleinen Prinzen. Eine Geschichte, von der jeder schon irgendwie gehört hat. Eine Geschichte, die jeder irgendwie mag. Eine Figur, die jeder zu kennen glaubt, die jeder entdecken möchte und die zutiefst zu berühren vermag. Eine Einfachheit, die nur Schein ist und tief eindringt, um ins Gedächtnis zu rufen, worum es wirklich ankommt im Umgang mit der Umwelt. Um schließlich sich selbst zu finden.

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Amélie Sophie Persché und Rita Hatzmann-Luksch | „Der Kleine Prinz“, Gleis 21 | Bild: Klaus Oberrauner 

»Du bist für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast, für immer. Du bist für deine Rose verantwortlich.« (Rita Hatzmann-Luksch nach Antoine de Saint-Exuper’ys „Le petit prince“)

Die Bratsche singt einfühlsam, die Musik ist empathischer Wegkumpan, die Darstellung ergreifendes Charakterspiel. Sie alle zeichnen das fühlende Auge des kleinen Mannes, den in den 1940er Jahren Antoine de Saint-Exupéry, französischer Aufklärungspilot zu Weltkriegszeit, erdachte. Der Kleine Prinz, der auf einem Asteroiden im sternenreichen Universum wohnt und sich täglich um seine Vulkane, seine Rose und sein Schaf kümmert, ehe er sich eines Tages auf den Weg macht, um Freunde zu finden. Er begegnet skurrilen Figuren und Tieren, die in der einsamen Monotonie ihrer Alltage sowie ihren Rollen in ihren kleinen Welten gefangen sind. Mehr als ein Märchen. Mehr als eine Fabel. Eine erkannte Wahrheit. Als könne man sich erst so richtig finden und erden, wenn man in die Sterne schaut. Wenn man seiner Phantasie, seinen Träumen und seinem Gefühl vertraut. Alle diese Ingredienzien machen einen Abend feiner Nuancen und lassen mit frohem Herzen zurück.

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Amélie Sophie Persché als Fuchs | „Der Kleine Prinz“, Gleis 21 | Bild: Klaus Oberrauner 

»Wenn du in der Nacht den Himmel anschaust, wird es dir vorkommen als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache.“ (Rita Hatzmann-Luksch nach Antoine de Saint-Exupéry’s „Le petit prince“) 

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Rita Hatzmann-Luksch und Georg Luksch | „Der Kleine Prinz“, Gleis 21 | Bild: Klaus Oberrauner

Die Musikpoesie „Der Kleine Prinz“ mit einem Experimentalfilm von Erich Heyduck  ist noch am 11. und am 12. Jänner 2020 im Gleis 21 (Bloch-Bauer Promenade 22, 1100 Wien) zu sehen. Tickets: ticket@ensemble21.at)

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